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1. Leitlinien

Auf der Basis der Leitlinien der Brücke Neumünster gGmbH...

...verstehen wir Qualitätsentwicklung als Prozess der Demokratisierung der Betreuungssituation im Interesse von Selbstwertgefühl und Autonomie der Nutzerinnen und Nutzer.

 

Wir gehen davon aus, dass in den traditionellen psychiatrischen Einrichtungen auf der Grundlage der Regeln der totalen Institution eine paternalistische bzw. feudalistische Praxis von Beziehungen zwischen Betreuten und Betreuern vorherrschend war.

Wenn sozialpsychiatrische gemeindenahe Versorgung ihre Ziele wirklich einlösen will, dann geht es nun um die bewusste Umsetzung demokratischer, transparenter, wertschätzender Beziehungen in den Betreuungsverhältnisse.

...verstehen wir Qualitätsentwicklung als Entwicklung und Gewährleistung von Zuverlässigkeit, guter Erreichbarkeit, Kontinuität, Lebensweltnähe und verständnisvoller Subjektorientierung der Angebote bzw. der Arbeitsweise in unseren Einrichtungen.

 

2. Ziele

Der Qualitätszirkel entwickelt als zentrales Steuerungsorgan der Qualitätsentwicklung Vorschläge zur Vorlage bei der Geschäftsführung/Eigentümerversammlung.

Zur Umsetzung der Leitlinien sollen folgende Ziele erreicht werden:

  • Entwicklung und Festschreibung von überprüfbaren Qualitätsstandards der Betreuungsqualität unter Berücksichtigung der Rahmenleistungsvereinbarung nach § 8 LRV-SH und der Leistungsvereinbarungen der einzelnen Einrichtungen,
  • Entwicklung und Festschreibung von überprüfbaren Qualitätsstandards der Produktionsqualität unter Berücksichtigung der gängigen Industrie- und Handwerkernormen,
  • Entwicklung und Beschreibung der Kommunikationsstrukturen (Besprechungswesen/Arbeitsgruppen/Einrichtungen untereinander) der Brücke Neumünster gGmbH,
  • Aufbau und Begleitung von Mitwirkungsgremien (Klientensprecher/Handwerker-kreis/Angehörigengruppe),
  • Aufbau von Fort- und Weiterbildungsstrukturen für haupt- und ggf. ehrenamtliche MitarbeiterInnen, KlientensprecherInnen für Qualitätsmoderatoren und Qualitätsbeauftagte,
  • Entwicklung einer Basis- und Verlaufdokumentation,
  • Entwicklung oder Fortschreibung von Hilfe- und Förderplänen,
  • Entwicklung von Arbeitsplatzbeschreibungen für alle MitarbeiterInnen,
  • Entwicklung der Struktur des Qualitätshandbuches.

3. Einordnung in die Organisationsstruktur der Brücke Neumünster gGmbH

Der Qualitätszirkel wurde 2002 als zentrales Steuerungsorgan zur Entwicklung, Fortschreibung und Prüfung der Qualitätsentwicklung der Brücke Neumünster gGmbH von der Gesellschafterversammlung auf Vorschlag der Geschäftsführung legitimiert und in die Organisationsstruktur des Unternehmens eingeordnet.

 

4. Aufgaben und Aufgabenverteilung

Vorrangige Aufgabe des Qualitätszirkels ist die Entwicklung eines Qualitätssicherungssystemes für die Betreuungsarbeit und die Produktion von Waren und Dienstleistungen im Rahmen des Auftrages der Brücke Neumünster gGmbH unter besonderer Berücksichtigung der Leitlinien des Trägers. Die Arbeitsergebnisse sind als Entscheidungsvorlagen für die Geschäftsführung und ggf. die Gesellschafterversammlung zu betrachten.

Der Qualitätszirkel trifft sich regelmäßig im Abstand von ca. 6 Wochen und arbeitet nach Tagesordnung, um:

  • Berichte der einzelnen Einrichtungen zur Entwicklung der Mitwirkung zu hören und darüber zu beraten
  • Berichte des Delegierten des Klientensprechertreffens zu hören, zu beraten und ggf. Vorschläge in die Aufgabenstellung des Gremiums aufzunehmen
  • Aufgabenbeschreibungen festzuschreiben und entsprechende Aufgaben zu delegieren

In den Sitzungen und bei schriftlichen Äußerungen, Protokollen und Diskussionsentwürfen ist unbedingt auf eine allgemein verständliche Sprache zu achten. Fachbegriffe bedürfen jeweils der eindeutigen Erläuterung und sind betriebsintern zu veröffentlichen.

Die Aufgaben im Einzelnen:

  • Entwicklung der Struktur des Qualitätshandbuches und Zusammenstellung der Inhalte
  • Vorschläge zur und Mitarbeit bei der Erarbeitung einer edv-gestützten Basis- und Verlaufsdokumentation bzw. Hilfeplanung
  • Erarbeitung der Qualitätsstandards, die die Umsetzung unserer Leitlinien zum Wohle der Klienten definiert und die ebenso einer Überprüfung der Rahmenleistungsvereinbarung nach § 8 LRV-SH und der Leistungsvereinbarungen der einzelnen Einrichtungen genüge leisten
  • Erarbeitung eines betriebsinternen Prüfsystems zur Überprüfung und Weiterentwicklung der Qualitätsstandards
  • Konzeptionierung und Installation eines wirkungsvollen Beschwerderates in das Qualitätssicherungssystem
  • Beschreibung der Informationswege und -verfahren, um die Qualitätsgrundlagen transparent zu gestalten und in die einzelnen Teams zu transportieren
  • Klärung der Rolle (Aufgaben/Befugnisse) der einzelnen Mitwirkungsgremien: Klientensprechertreffen, Qualitätskreis der Handwerker, Qualitätsmoderatoren
  • Begleitung des Demokratisierungsprozesses in den Mitwirkungsgremien (Kollegialberatung des Qualitätskreises der Handwerker/des Klientensprechertreffens und Moderation der Sitzungen (soweit gewünscht und erforderlich)
  • Beteiligung bei der Entwicklung einer Marketingstrategie und der Öffentlichkeitsarbeit
  • Beteiligung bei der Entwicklung eines Fort- und Weiterbildungssystems
  • Auswertung der Zufriedenheitsbefragungen und Erarbeitung von Erfordernissen, die die Ergebnisse darstellen.

 


 

1.1.8.OrganigrammQuZi